Schulprogramm

 

 


 

 

 


 

 



Schulprogramm Teil I

Berufsorientierung an der Johann-Amos-Comenius- HS

Die SuS der Johann-Amos-Comenius Hauptschule werden ab der Klasse 8 optimal auf die Berufswelt vorbereitet. Unser Ziel ist es, den SuS eine Orientierung zu geben und ihre Stärken zu erkennen, mit denen sie später im Berufsleben punkten können. Im Rahmen verschiedener Veranstaltungen haben die SuS die Möglichkeit zu erfahren, ob der von ihnen gewählte Berufswunsch optimal zu ihnen passt, so dass durch abgebrochene Ausbildungen verursachte Leerlaufzeiten im Berufsleben verringert werden können. Unter dem Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ KAoA ist die Berufswahlorientierung seit einigen Jahren verpflichtend organisiert.

Hier ist eine Übersicht unserer Angebote im Rahmen von KaoA:

Jahrgang 8

Alle SuS des Jahrganges 8 durchlaufen eine Potenzialanalyse. Dabei werden die SuS vom geschulten Personal beim Arbeiten in verschiedenen von ihnen ausgewählten Berufsfeldern (z.B Maler/in, Friseur/in) beobachtet. Anschließend findet ein Gespräch darüber statt, wo Stärken liegen und in welchem Bereich Schwächen erkennbar wurden.                                              

In Klasse 8 wird der Berufswahl-Pass eingeführt, der dazu dient, dass die SuS alle Unterlagen zum Thema strukturiert und greifbar zur Dokumentation geordnet haben. Ebenfalls kann er in der späteren Bewerbungsphase genutzt werden.                                                              

Außerdem finden in der Klasse 8 Berufsfelderkundungen statt. Bei denen können die SuS in drei Tagespraktika Einblick in verschiedene betriebliche Tätigkeiten bekommen.                 

Zusätzlich steht auf dem Programm ein einwöchiges Schnupperpraktikum.      Die Schüler der Klasse 8 nehmen am landesweiten Girls- and Boys- Day teil.  Alle Aktionen werden von den Koordinatorinnen für Berufsorientierung und den Klassenlehrerinnen und Lehrern vorbereitet, begleitet und nachbereitet. Die SuS und Eltern werden hinreichend informiert.

 

Jahrgang 9

In Klasse 9 findet für unsere SuS ein dreiwöchiges Orientierungspraktikum statt. Hier gewinnen die SuS Einblicke in die betriebliche Wirklichkeit und Erfahrungen in Tätigkeiten. Im Rahmen der Fächer Deutsch und Arbeitslehre-Wirtschaft wird das Praktikum ordnungsgemäß begleitet. Die SuS müssen eine Praktikumsmappe anfertigen. Im Anschluss an das Praktikum findet eine Praktikumsnachbereitung statt. Diese wird meistens in Form von Betriebsbesichtigungen im nahen Umfeld der Schule organisiert. Unsere Schüler des 9. Jahrganges nehmen an einer jährlich stattfindenden Berufs- und Ausbildungsmesse in Köln Porz teil. Hier können SuS mit Ausbildungsleitern aus verschiedenen Bereichen in Kontakt kommen, Fragen stellen und sich eventuell später bewerben.

Jahrgang 10

Die SuS der Klassen 10 nehmen an einem 3-wöchigen Betriebspraktikum teil. Die Praktikumsmappe, die von den SuS dazu angefertigt werden muss, wird in den Unterrichtsfächern Deutsch und Arbeitslehre Wirtschaft besprochen und fließt mit in die Note ein. Die SuS der Klasse 10 Typ A absolvieren darüber hinaus ein Langzeit- Praktikum mit dem Ziel, eventuell im Anschluss an die Schulzeit eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Es findet in der Schule eine regelmäßige monatliche Berufsberatung durch die Agentur für Arbeit statt. Weiterhin wird ein Besuch im Berufsinformationszentrum BIZZ organisiert.

Ein Schwerpunkt in Klasse 10 liegt in der Berufsberatung. Den SuS werden alle Möglichkeiten, die ihren Fähigkeiten entsprechen, aufgezeigt. Dabei arbeiten das Beratungsteam und das Lehrerkollegium kooperativ miteinander, um das optimale Ergebnis für die SuS zu erzielen. Auch die SuS der Klasse 10 nehmen zusammen mit SuS des Jahrgangs 9 an Betriebsbesichtigungen und Berufsmessen teil. DenSuS gelingt so meist ein reibungsloser Übergang in eine Ausbildung bzw. eine weiterführende Schule.

 Fachkraft im multiprofessionellen Team

Aufgabenschwerpunkte und Einsatzgebiete

Durch steigende Heterogenität in den Klassen benötigen Lehrkräfte für die individuelle Förderung aller Kinder auch Unterstützung in Form von professionell ausgebildeten Fachkräften. Die MPT Kraft ist eine zusätzliche Profession im Schulsystem zur sonderpädagogischen Unterstützung. Intensive Förderung und Unterstützung im Unterricht durch die MPT Kraft trägt bei den SuS zum Erlernen von Arbeits- und Lernverhalten nachhaltig bei und verhilft ihnen zu individuellen Lernerfolgen.

 

Die Heterogenität und die unterschiedlichen Bildungs- und Lernniveaus der Klassenzusammensetzungen resultieren u.a. aufgrund folgender Gründe:

• Neu zugewanderte SuS, die im Herkunftsland wenig oder keine Schulbildung erhalten haben und dadurch Lernrückstande- und Lernlücken aufweisen.

•   SuS die z. B. vorher einen anderen Lernort wie Gesamt -oder Realschule besucht haben und die nach der (zweijährigen) Erprobungsphase die Schule wechseln müssen, wegen Lerndefiziten oder Verhaltensauffälligkeiten.

• SuS mit einem festgestellten, aber nicht offiziell diagnostizierten Förderbedarf (AOSF).

• Lernniveau entspricht nicht dem der angeforderten Klassenstufe, sondern weist Defizit auf.

Deswegen ist hier gezielte individuelle Förderung der SuS notwendig, damit es nicht aufgrund der Lerndefizite oder auch Unterforderung zu Unterrichtsstörungen, welche das Klassen- und Lernklima beeinflussen kommt. Verhalten das aufgrund von Frustration entstehen kann, wie z. B Leistungsverweigerung, Widerstand und Demotivation soll reduziert werden.   

An der Johann- Amos- Comenius Schule hat sich der Einsatz der Fachkraft im multiprofessionellen Team in folgenden Bereichen etabliert:

 

Teamteaching

Beim Teamteaching wird der Unterricht von der Lehrkraft und MPT Kraft mit allen SuS der Klasse durchgeführt, indem sie gemeinsam oder abwechselnd die Führung übernehmen.

Lehrkraft und MPT Kraft

Die Lehrkraft übernimmt die Unterrichtsverantwortung, die MPT Kraft unterstützt SuS in der Arbeitsphase, bei der Regulation ihres Verhaltens und bei der Verwirklichung ihrer kommunikativen Absichten während des Unterrichts durch:

  • Motivation der SuS zum Arbeitsverhalten
  • Beobachtung und Differenzierung der SuS
  • Herstellung und Bereitstellung differenzierten Materials entsprechend der Unterrichtsthemen
  • Unterstützung beim Lernverständnis
  • Unterstützung der Klassenlehrer bei Themen zum Klassenklima und Störungen.
  • Mitgestaltung der Lernatmosphäre

 

Arbeit mit Kleingruppen im Raum der MPT Kraft

Stundenweise Bildung von Fördergruppen mit SuS mit besonderen Förderbedarfen. Diese Gruppen können auch Klassen oder jahrgangsübergreifend gebildet werden. In der Kleingruppe werden die SuS angelehnt zum Klassenunterricht unterrichtet.  

Durch die Kleingruppenzusammensetzung und der kleineren Lerngruppengröße ist eine intensivere Förderung der einzelnen Teilnehmer möglich. In dieser Lernatmosphäre kann gezielter auf das individuelle Lerntempo, das kognitive Niveau und das herausfordernde Verhalten der SuS eingegangen werden. Auch werden kooperative Lernformen und Regeln des sozialen Miteinanders hier thematisiert, gestärkt und etabliert.

Der Klassenlehrer informiert vorab die MPT Kraft über das Lernziel der jeweiligen Stunde.

Die MPT Kraft unterstützt die SuS das Lernziel zu erreichen und geht z.B. so vor:

  •  Aufgabenstellungen und Texte werden gemeinsam gelesen.
  • Unbekannt Wörter werden von anderen SuS oder MPT Kraft erklärt
  • Klärung von Verständnisfragen
  • Hilfestellung während der Einzelarbeitsphase
  • Bereitstellung von vereinfachtem Lernmaterial angepasst zum Unterrichtsinhalt
  • Selbständiges recherchieren und arbeiten der SuS am Computer
  • Motivation durch Belohnungssystem und Verstärkung von positiven Verhalten

 

Die SuS sowie Klassenlehrer erhalten nach jeder Stunde ein Feedback über die Mitarbeit.

 

Gesprächsrunden zu aufkommenden Themen

SuS äußern sich während der Kleingruppenförderung zu ihren Lebenswelten.

Hier besteht seitens der SuS großer Bedarf und der Wunsch in ihrer Lebenswelt/Kultur wahrgenommen zu werden. Hierdurch werden das Vertrauen, sowie die Beziehung untereinander gestärkt. Es wird Raum geboten, wo auch Gespräche stattfinden, welche nicht unmittelbar mit dem Lernstoff zusammenhängen.

 

Hausaufgaben und Lernförderung

Die MPT Kraft bietet im Nachmittagsbereich Lernförderung und Hausaufgabenhilfe an. Vor Klassenarbeiten intensive Förderung, damit Erfolgserlebnisse entstehen.

 

Ausstattung Büro und Arbeitsmittel

Der Arbeitsraum der MPT Kraft ist wie folgt ausgestattet:

Schreibtisch und Computer für die MPT Kraft

•     1 Whiteboard

•     1 Gruppentisch für ca. 4 Personen

•     6 weiter Sitzplätze mit Computern und Headsets

•     1 Drucker

•     Insgesamt 10 Schwingstühle

•     Papier und Schreibutensilien

•     Schulbücher für die MPT Kraft von den zu fördernden Klassestufen und Fächern

•     Internetanschluss

 

Zusammenarbeit und Kooperation innerhalb der Schule

  • Austausch mit den Lehrern- Persönliche Termine, E-mail oder telefonischer Austausch Beratung der Lehrer zu Förderung und Gestaltung der Klassenatmosphäre, Regeln, Sitzordnung und Fördermaßnahmen
  • Teilnahme und Mitwirkung an Lehrerkonferenzen und Arbeitsgruppen
  • Wöchentliche Teilnahme Teamstunde
  • Teilnahme Elterngespräche
  • Teilnahme Ordnungskonferenz

 

Zusammenarbeit und Vernetzung außerhalb der Schule

Hier vernetzt sich die MPT Kraft mit den entsprechenden externen Stellen die zur Inklusion im System Schule beitragen, wie z. B.:

 

  • Jugendamt / Amt für soziales zur Beantragung einer Schulbegleitung- (Eingliederungshilfe gemäß SGB XII bzw. SGB VIII)
  • Heimleitungen und Sozialarbeiter in Flüchtlingsunterkünften
  • Externe Dolmetscher
  • Psychologen und Beratungsstellen
  • Nachhilfeinstituten

 

Lesementoren Köln

„Denn wer lesen kann, ist stärker!“

LESEMENTOR Köln[2] engagiert sich für die gezielte Einzelförderung von Kindern und Jugendlichen, die den Spaß am Lesen nicht kennen, aus eigenem Antrieb keinen Zugang zu Büchern finden und Probleme beim Sprach- und Textverständnis haben.

Besonders wirkungsvoll ist das Konzept der individuellen, langfristigen 1:1 Lesepartnerschaft zwischen einem Kind und seinem Lesementor bzw. seiner Lesementorin: Einmal wöchentlich in der Schule, eine Stunde lang, während des Regelunterrichts, mindestens für ein Schuljahr, ausgenommen der Ferien.

Ziel ist es, die Lernenden im Alter zwischen 10 und 16 Jahren dabei zu unterstützen, ihre Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz zu verbessern. Vor allem aber soll die Freude am Lesen vermittelt werden. Dadurch wird nicht nur der Umgang mit der deutschen bzw. der jeweiligen Muttersprache gefördert, sondern auch das Selbstvertrauen und die Sozialkompetenz gestärkt. Das Programm startet ab Januar 2020 in Klasse 5 und verfolgt die Bestrebung, ein stabiles Netzwerk von Lesementorinnen und Lesementoren zu etablieren.

 

"NEIS“ (Netzwerk Erziehung in Schule)

Gegründet wurde der Arbeitskreis zur Gewaltprävention im Rahmen des Bildungs- und Erziehungsauftrags. Kooperationspartner sind die Außenstelle Porz des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, die Polizeiinspektion Süd-Ost, die Polizeiwache Porz, die Schulen im Stadtbezirk, Jugendeinrichtungen sowie Erziehungs- und Familienberatungsstellen

Ziele des Netzwerks sind:

  • Entwicklung präventiver Projekte zur Vermeidung von Gewalt und Kriminalität
  • Aufbau von Strukturen zum konstruktiven Umgang mit Konfliktfällen in diesem Problembereich
  • Vernetzung der Kooperationspartner vor Ort
  • Förderung positiver Entwicklungen bei Kindern und Jugendlichen

Mitglieder waren damals die Außenstelle Porz des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, die Polizeiinspektion Südost, die Polizeiwache Porz und die Schulen im Stadtbezirk. Als zusätzliche Kooperationspartner sind 2007 die Jugendeinrichtungen und die Familienberatung hinzugekommen.

 

Schülerfirma

Das Projekt „Schülerfirma“ bietet die Möglichkeit, SuS in die Praxis selbständigen, unternehmerischen Handelns einzuführen. An unserer Schule wurde 2008 die Schülerfirma im Sinne eines Caterings für Getränke und belegte Brötchen gestartet.

Das Konzept hat sich an der JAC-Hauptschule außerordentlich gut bewährt, indem sich z.Z. 25 SuS der Klassen 9 und 10 mit großem Engagement in das Projekt einbringen. Außer einführenden Seminaren zu den Themen „Aufbau eines Schülercafés- Entwicklung von Schlüsselkompetenzen“ (Jugendherberge Bonn) und Teamarbeit (Bad Walberberg) konnte in 2010 ein trost- und funktionsloser Raum der Schule in ein attraktives Schülercafé („Levante“) umgestaltet werden, das von der Schülerschaft und dem Kollegium sehr positiv angenommen wurde. Wir sehen uns in der Lage, in absehbarer Zeit ein „gesundes Frühstück“ zweimal wöchentlich anzubieten und kommen damit einem weiteren, aktuellen Anliegen der Schule entgegen, die SuS im Sinne einer bewussten, gesunden Ernährung zu erziehen. Insgesamt ist das Konzept „Schülerfirma“ ein voller Erfolg und bereichert den Alltag des Schullebens.

Schulgarten

Das in allen Fächern angestrebte Ziel einer wirksamen Umwelterziehung lässt sich im Fach WPU-Biologie: Schulgarten besonders effektiv verwirklichen. Die SuS erwerben Sachkompetenz, indem sie einheimische Pflanzen und Tiere sowie deren Lebensweise kennen lernen, ökologische Sachverhalte und Zusammenhänge begreifen und diese bei der praktischen Arbeit anwenden. Sie lernen einfache Arbeitsgeräte kennen und nutzen sie sachgerecht. Sie lernen Kreisläufe in der Natur und deren Bedeutung kennen (Merkmale von Frühling, Sommer, Herbst, Winter).

Bei der gärtnerischen Tätigkeit eignen sich SuS Methodenkompetenz an. Sie beobachten das Wachstum und dokumentieren es, indem sie säen, pflanzen, gießen, pflegen, ernten. Sie erlernen Arbeitstechniken und Arbeitsverfahren bei der Gartenarbeit und bei der Gestaltung mit Naturmaterialien, oft auch fächerübergreifend (Kunst, Technik, Arbeitslehre Hauswirtschaft). Bei der gemeinsamen Erfüllung von Arbeitsaufgaben sind teambezogene Lern- und Arbeitsformen für die Herausbildung von sozialen Kompetenzen wie Zielstrebigkeit, Ausdauer, Geduld, Rücksichtnahme, Toleranz besonders gut geeignet. Es müssen gemeinsam Rituale und Regeln für das Zusammenarbeiten gefunden, akzeptiert, angewandt und reflektiert werden („Beetpartner“).

Die SuS verfeinern ihre Sinne und ihr ästhetisches Empfinden, indem sie riechen, schmecken, staunen und Freude gewinnen im direkten Umgang mit Naturobjekten und Naturerscheinungen. Sie lernen ein positives Verhältnis zur Natur zu entwickeln und Verantwortung für den natürlichen Nahraum zu empfinden (Natur im Garten und auf dem Schulgelände erleben und schützen). Sie denken über ihr Verhalten in Bezug auf die Natur nach und lernen eigene Standpunkte zu beziehen (Nahrung, Klima, Reinhalten von Wasser/Luft). Sie bemerken, dass die Natur positive Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden hat (Sonne, Vogelgezwitscher, Farbenpracht der Blumen/Pflanzen/Früchte).

Die SuS machen sich mit Arbeitsstätten in der Region vertraut, indem sie außerschulische Lernorte wie „Städtische Freiluft- und Gartenarbeitsschule, Finkens Garten, Waldschule Gut Leidenhausen“ besuchen und Experten einladen.

 

Streitschlichtung

Die Streitschlichtung in Form der Schülerstreitschlichtung existiert an der JAC mittlerweile seit 20 Jahren.

Gedacht ist dieses Angebot in erster Linie für die Schüler und Schülerinnen der Orientierungsstufe. Sie erhalten damit die Möglichkeit, ihre Konflikte aktiv und konstruktiv zu bearbeiten, indem sie einen neutralen Schüler / eine neutrale Schülerin aufsuchen, der / die sie in einem Gespräch mit festen Regeln und strukturiertem Ablauf dabei unterstützt, ihre Standpunkte und Handlungsweisen zu überdenken und dann friedliche Lösungen zu erarbeiten, die für beide Kontrahenten akzeptabel sind. Schuldzuweisungen und Strafen werden dabei ausgeklammert. Voraussetzung für das Gelingen einer Mediation ist Ehrlichkeit und die Bereitschaft zur Selbstauseinandersetzung, zu denen die Kontrahenten von den Streitschlichtern angehalten werden.

Damit lernen die SchülerInnen der fünften und sechsten Klassen, gegensätzliche Standpunkte und Bedürfnisse mitzuteilen, aber auch ihre handfesten Auseinandersetzungen in Gesprächen aufzuarbeiten und dieses als Grundhaltung einer anderen Form des Streitens in ihr soziales Repertoire aufzunehmen. Zudem üben sie, ihre sozialen Beziehungen eigenverantwortlich zu gestalten.

Die Ausbildung der StreitschlichterInnen erfolgt im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts, in dem die Bausteine: Persönlichkeitsentwicklung, Konfliktanalyse, Kommunikation, Ablauf des Schlichtungsgesprächs bearbeitet werden (s. Konzept). Da es sich bei der Arbeit als Streitschlichter/in um eine Zusatzverpflichtung handelt, die Schüler und Schülerinnen freiwillig auf sich nehmen, fragt sie Leistungsbereitschaft nach und motiviert gleichzeitig zu derselben.

Das Angebot der Streitschlichtung hat sich unserer Meinung nach bewährt, denn

  • die Streitschlichtung als Institution beinhaltet alle Werte, die wir mit unserer Erziehungsarbeit anstreben: Achtung, Ehrlichkeit, Gemeinschaftssinn, Verantwortung, Leistungsbereitschaft und Selbstständigkeit.
  • Es bietet denen, die sich als SchlichterIn ausbilden lassen, die Möglichkeit Sekundärtugenden wie Zuverlässigkeit, Selbstdisziplin und Frustrationstoleranz zu üben.
  • Die Ausbildung zur Streitschlichtung beinhaltet die Entwicklung und Förderung von Sozialkompetenz, insbesondere Konfliktkompetenz. Sie bietet ein Übungsfeld zur Anwendung dieser Kompetenzen und gibt Schülern damit gleichzeitig die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen auf die positive Gestaltung der sozialen Beziehungen an ihrem Arbeitsplatz, der Schule. Sie ist somit ein ideales Instrumentarium zur Mitgestaltung und Übernahme von Mitverantwortung seitens der Schüler für den eigenen Lebens- und Arbeitsbereich.
  • Ein Transfer der hier gewonnenen Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten auf ihren zukünftigen Arbeitsplatz und ihre privaten Beziehungen ist zu erwarten. Damit ist die Streitschlichterausbildung auch ein Element der Berufs- und Lebensvorbereitung.

Dass viele Schüler Interesse für die Ausbildung zeigen, deutet auf ihr Bedürfnis hin, Alternativen zu den in ihrer bisherigen Sozialisation erlebten Formen der Konfliktbewältigung kennen zu lernen.

  • Die      Streitschlichtung dient dem Schulfrieden und ermöglicht eine entspannte Unterrichtsatmosphäre,      denn sie verhindert, dass unbearbeitete Konflikte die Konzentration auf      und Aufmerksamkeit für das Lernen beeinträchtigen. Der Stress, der      entstehen kann, wenn Kinder in Streit leben, kommt erst gar nicht auf.

 

Schulleben

Unsere Schule zeichnet sich durch ein aktives Schulleben aus. Ziel verschiedener Aktivitäten ist die Förderung des Wir-Gefühls und der Schulgemeinschaft d.h. die Kooperation von Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und Eltern. Die Einbindung in die Gemeinschaft ergibt eine Identifikation mit der eigenen Schule. Gemeinsame positive Erlebnisse erhöhen die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und motivieren für die weitere unterrichtliche Arbeit.

Folgende Aktivitäten sind feste Bestandteile unseres Schullebens:

  • Tag der offenen Tür 
  • Einschulungsfest
  • Sportfeste 
  • Fußballturniere 
  • Klassenfahrten
  • Karnevalsfeier
  • Museumsbesuche 
  • Theaterprojekte 
  • Ausstellung von Schülerarbeiten 
  • Gestaltung der Schulwände 
  • Abschlussfeier.


Schulsozialarbeit

Die Schulsozialarbeit, an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Schule angesiedelt, versteht sich als kooperierendes und ergänzendes Bindeglied zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Erziehungsberechtigten und außerschulischen Institutionen. Ziel ist, schulische und außerschulische Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zu verbinden und ganzheitlich zu betrachten.

Durch Einzelfallhilfen, Beratungsgespräche, Gruppen-Projekt- sowie Netzwerkarbeit bietet die Schulsozialarbeit Beratung und Unterstützung zur psychischen und emotionalen Stabilisierung, zur Entwicklung von Konfliktfähigkeit, sozialer Integration und Lernfähigkeit, um so die Schullaufbahn der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.

Pädagogische Gruppenangebote/Projekte

Je nach Bedarf und Interesse werden unterschiedliche Gruppenangebote gemacht:

  • langfristig, für Kleingruppen, z.B. zur Entwicklung von Gruppenfähigkeit
  • kurzfristig, für Kleingruppen, z.B. zur Bildung von Unterstützungsgruppen um Mobbingsituationen aufzulösen
  • für Klassen, z.B. zur Förderung von Klassengemeinschaft
  • inhaltlich, z.B. als AG
  • Begleitung von Klassenfahrten oder eintägigen außerschulischen Veranstaltungen
  • geschlechtsspezifische Gruppenangebote

 Beratungen und Einzelfallhilfen

Je nach Anliegen werden Schülerinnen und Schüler über einen längeren Zeitraum begleitet oder kurzfristig beraten. (Gespräche sind freiwillig und vertraulich):

  • in Krisensituationen
  • bei Mobbing und Streitigkeiten
  • bei unregelmäßigem Schulbesuch
  • bei der Zukunftsplanung
  • bei Konflikten im schulischen oder persönlichen Umfeld
  • zur Unterstützung und Beratung bei Schulmüdigkeit (Wiedereingliederung und/oder Berufswahlfindung)
  • zur Berufsorientierung und Perspektivplanung, insbesondere für Frühabgängerinnen und Frühabgänger
  • zur Vermittlung und Koordination von Hilfsangeboten außerschulischer Institutionen (Beratungsstellen, Psychotherapie, medizinische Einrichtungen…)
  • bei Beratungen von Eltern
  • zur Initiierung und/oder Teilnahme an Gesprächen mit Erziehungsberechtigten, Lehrerinnen und Lehrern
  • zur Beratung von Lehrerinnen und Lehrern

 

Vernetzung

Sozialraumorientiert kooperiert die Schulsozialarbeit mit außerschulischen Einrichtungen und sozialen Diensten und ist in verschiedenen Arbeitskreisen und Gremien tätig:

  • Vernetzung von Schule mit den sozialen Diensten des Jugendamtes und Angeboten der freien Träger der Jugendarbeit
  • Koordinierung von Projekten zum sozialen Lernen mit externen Trägern
  • Zusammenarbeit mit externen Trägern zur beruflichen Orientierung
  • Freizeitpädagogische Projekte sowie themenspezifische Angebote unter Inanspruchnahme der örtlichen Jugendarbeit

Schulskifahrt

Jedes Jahr findet im Februar die einwöchige Schulskifahrt ins Allgäu statt. Ca 20 Schülerinnen und Schüler ab Stufe 7 können an dieser außergewöhnlichen Fahrt teilnehmen. Nicht nur das Erlernen des Skifahrens, sondern auch soziale Kompetenzen, wie das Erlernen und Beachten von Regeln und die gemeinschaftliche abendliche Freizeitgestaltung sind bedeutsame Inhalte dieser Fahrt. Als Kontrast zum Kölner Großstadtleben erfahren die SuS eine faszinierende winterliche Natur in den Voralpen. Durch die hohen Gruppenrabatte können sich viele SuS diese Möglichkeit eine Sportart zu erlernen, die sonst für unsere Sus den finanziellen und sozialen Rahmen sprengen würden.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass die Durchführung der Skifahrt für die Schülerinnen und Schüler einen Höhepunkt in ihrer Schullaufbahn darstellt und das Schulprofil nachhaltig prägt.

 

 

 


[1] Mit Sternchen (*) versehene Stichpunkte werden im Anhang näher beschrieben.


[2] https://www.lesementorkoeln.de/ Beschreibung in Anlehnung an das Konzept der Homepage

 [eingesehen am 23.12.2019].